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Interview: POWER PALADIN über "With The Magic Of Windfyre Steel", isländischen Metal & vieles mehr




Sie gelten derzeit als heißeste Newcomer der Power-Metal-Szene. Die isländische Band Power Paladin hat ihr Debüt-Album "With The Magic Of Windfyre Steel" im Januar über Atomic Fire veröffentlicht und kann sich über jede Menge positive Resonanz der Fans und Medienvertreter freuen. Während es in anderen Ländern teilweise unzählige True-Power-Metal-Bands gibt, herrscht in Island genau daran ein Mangel. Power Paladin aus dem hohen Norden stemmen sich mit ihrer Musik gegen die vorherrschenden Extreme-Metal-Bands in ihrem Heimatland und haben damit großen Erfolg.

Grund genug, um der Band einige Fragen zu stellen. Wir haben mit den Gitarristen Ingi Þórisson und Bjarni Egill Ögmundsson, sowie mit Bassist Kristleifur Þorsteinsson gesprochen.

J.D.W.E.: Wie würdet ihr die Metal-Szene in Island beschreiben?

Ingi Þórisson: Island hat eine sehr aktive Szene, die sich allerdings hauptsächlich aus Black-Metal-Bands zusammensetzt. Allerdings kann man seit einigen Jahren beobachten, dass sich neue Bands gründen, die zwar immer noch Black-Metal-Einflüsse in ihren Songs haben, aber in eine andere Richtung gehen. Es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Musik immer weiterentwickelt.

J.D.W.E.: Wie seid ihr zum Metal gekommen?

Kristleifur Þorsteinsson: Ich war 13 Jahre alt, als ich das erste Mal mit Iron Maiden in Kontakt gekommen bin. Einige Jahre habe ich fast ausschließlich Maiden gehört, ehe ein Freund mir eine verrückte deutsche Band zeigte. Das waren Blind Guardian und diese Band sorgte dann dafür, dass ich zum Power-Metal-Fan wurde.

Ingi Þórisson: Ich war fünf oder sechs Jahre alt, da zeigte mir mein Bruder einige Metallica-Riffs auf seiner Akustikgitarre. Ich beschloss die Kassette mit den Aufnahmen an mich zu nehmen und immer wieder zu hören. Das war mein Einstieg.

J.D.W.E: Welche Konzerte hatten einen Einfluss auf euch?

Kristleifur Þorsteinsson: Iron Maiden in Island 2005. Das war eine unglaubliche Kindheitserinnerung und natürlich Avantasia auf dem Wacken Open Air 2008.

Bjarni Egill Ögmundsson: Symphony-X auf dem Sweden Rock Festival 2007 oder 2008. Das erste Mal konnte ich meine Lieblingsband sehen. Es war einfach großartig.

Ingi Þórisson: Metallica 2004 war das erste Konzert und ich liebte es. Ich war schon ewig Fan und jetzt die Helden live zu sehen war großartig. Später folgten jede Menge guter Gigs, wie z.b. Rhapsody, Gojira oder das Wacken Open Air. Ein absolutes Top-Konzert kann ich aber nicht benennen.

J.D.W.E: Wie schätzt ihr die Chancen für junge Talente im Metalbereich ein?

Bjarni Egill Ögmundsson: Wenn du gute Musik komponierst, wirst du immer deine Zuhörer finden. Es kommt natürlich immer darauf an, wie viel du dafür opfern möchtest und wie weit du bereit bist zu gehen. Etwas Glück kann natürlich auch nicht schaden, denn das brauchst du einfach, um dich von anderen Bands abzuheben.

J.D.W.E: Derzeit gibt es eine Diskussion um die Vergütung von Spotify und anderen Streaming-Plattformen an die Artists. Wie seht ihr diese Sache?

Kristleifur Þorsteinsson: Die Vergütung ist einfach sehr, sehr niedrig. Wir haben jetzt 100.000 Streams auf Spotify, was ungefähr einer großen Pizza für jedes Bandmitglied entspricht. Das Internet hat die Album-Verkäufe komplett einbrechen lassen. Keine leichte Situation für uns. Die Menschen müssen halt begreifen, dass Musiker ein Vollzeit-Job ist und kein Hobby, das nicht bezahlt werden muss.

Ingi Þórisson: Vielleicht bringt der Shitstorm Spotify dazu, ihr Geschäftsmodell zu ändern. Allerdings bin ich nur vorsichtig optimistisch.

J.D.W.E: Wer ist für euer Artwork eures Debüt-Albums „With The Magic Of Windfyre Steel“ verantwortlich?

Bjarni Egill Ögmundsson: Ein Künstler namens James Child. Wir sind auf ihn gekommen, als wir uns Gedanken um die künstlerische Gestaltung gemacht haben. Dann sahen wir uns Arbeiten von ihm an und waren uns einig, dass sein Style gut zu unserer Musik passt.




J.D.W.E: Welche Inspirationsquellen habt ihr?

Ingi Þórisson: In Wacken spielen zu können. Es ist zwar verschoben, aber es wird großartig. Ansonsten wechseln sich die Quellen immer mal wieder ab. Ich spiele gerne Videospiele, die mich dann zu einem Riff inspirieren.

J.D.W.E: Gibt es etwas, was ihr unseren Leser*innen mit auf den Weg geben möchtet?

Ingi Þórisson: Unser erstes Album ist nun endlich veröffentlicht. Und wenn ihr Power Metal mögt, dann bekommt ihr mit unserer Veröffentlichung 51 Minuten puren Power Metal, wie ihr ihn noch nie gehört habt.

Interview: Fabian Bernhard

HIER gelangst Du direkt zur Review von "With The Magic Of Windfyre Steel".

Line-up:

Ingi Þórisson - Gitarre

Atli Guðlaugsson - Gesang

Bjarni Egill Ögmundsson – Keyboard

Einar Karl Júlíusson - Schlagzeug

Bjarni Þór Jóhannsson - Gitarre

Kristleifur Þorsteinsson - Bass



Hier findest Du abschließend noch das offizielle Video zur Single "Kraven The Hunter":



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