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Review: "Geschichten vom Kaff der Guten Hoffnung" von M. Kruppe (Buch)



Der Verlag Edition Outbird ist bekannt für seine Veröffentlichungen, die nicht dem breiten Strom der Masse folgen, sondern für die, die aus dieser Flut heraus leuchten. So auch "Geschichten aus dem Kaff der Guten Hoffnung", einer Sammlung an Stories von M. Kruppe, die auf rund 110 Seiten kurzweilige Unterhaltung der Sonderklasse bieten. Mit diesem Werk veröffentlicht Kruppe das bereits dritte Buch über Edition Outbird nach "Von Sein und Zeit" (2016) und "Und in mir Weizenfelder" (2018). Den Leser erwarten Geschichten, aber auch Gedichte, die man alle auf sich wirken lassen sollte und ein jeder der selbst in einer Kleinstadt oder in einem Dorf lebt, wird hier so manch Vertrautes und Bekanntes wiederentdecken. Ist es Dir nicht vielleicht sogar selber so ergangen, dass Du den Musterungsbescheid erhalten hast und alles dafür getan hast, um als untauglich ausgemustert zu werden?


Für die Gestaltung des Einbandes, die grandios inszenierten Illustrationen und das Vorwort ist kein Geringerer als Holger Much verantwortlich. Kruppe und Much harmonisieren perfekt. Beide skizzieren Personen am Rande der Gesellschaft wie keine anderen. Sie geben Charakteren eine Stimme, die sonst häufig kaum beachtet werden und deren Stimme sonst häufig nicht gehört wird. Stimmen, die lauter schreien als die der anderen, die aber trotzdem im Tumult der Kleinstadt untergehen wie ein Sandsack im Wasser.


Text: Manuela Ausserhofer




Hier kannst Du das Buch direkt über den Verlag bestellen:

https://shop.outbird.net/produkt/m-kruppe-geschichten-vom-kaff-der-guten-hoffnung/

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