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Review: EPICA - "Omega Alive" (Album)




Bombast auf einem völlig neuen Level

Nach dem Release von "Omega" wurde es leider zur Gewissheit, dass EPICA nicht touren werden können. Geschuldet den unglücklichen Umständen mussten die bereits angekündigten Konzerte wieder abgesagt werden. Um die Fans aber dennoch erreichen zu können, gab es am 12.06.2021 ein Live-Streaming-Event, das nun als 2CD und DVD/BluRay-Edition veröffentlicht wird.

Denkt man an die Streaming-Konzerte anderer Bands, erkennt man zwar stets den guten Willen, aber dennoch fehlt das Publikum und die Magie springt nicht wirklich ins heimische Wohnzimmer über. Diesen Teufelskreis haben EPICA jedoch durchbrochen. "Omega Alive" ist wirklich eine herausragende Veröffentlichung, die Maßstäbe für künftige Online-Events gesetzt hat. Unterteilt in verschiedene Kapitel nimmt die Band ihre Fans mit auf eine faszinierende Reise.

Den Auftakt übernimmt "Abyss Of Time", der wohl prominenteste Song auf "Omega". In der Live-Version kommt er sogar noch eindrucksvoller rüber. Bei "The Skeleton Key" ziehen sie alle Register, eine Rhönradartistin untermalt die symphonischen Töne, ehe ein Kinderchor zum ultimativen Spannungshöhepunkt ansetzt und eine Hymne erschafft, die sich bereits heute schon als Klassiker bezeichnen lassen kann. Bleiben wir am besten direkt bei Highlights. "Unchain Utopia" ist jedem Symphonic-Metal-Fan ein Begriff. Mit dieser Version schaffen EPICA es, sich selbst zu toppen. Simone wirkt kraftvoll wie selten zuvor. Allein dieser Track rechtfertigt einen Kauf der Deluxe Version. Auch bei diesem Beitrag bekommt die Band Unterstützung. In diesem Fall von Feuerkünstlerin*innen, die ihre Performance perfekt auf den Song abgestimmt haben. Stimmungsvoller geht es kaum. Mit "The Obsessive Devotion" läuten EPICA das zweite Kapitel dieser Veröffentlichung ein. Ein echter Brecher, der durch seine Härte und die melodischen Keyboardklänge einfach immer funktionieren wird. Auch dieser Song hält einen dramatischen Höhepunkt bereit, der aber nicht verraten wird. Niemand mag Spoiler! Die Trackliste könnte auch von einem Best-Of Album der Niederländer stammen. "In All Conscience" oder das legendäre "Kingdom Of Heaven Part I" haben sich ihren Platz redlich verdient. Ein weiterer Höhepunkt ist zweifelsohne "Kingdom Of Heaven Part III". EPICA präsentieren sich in bester Spiellaune und beweisen, dass sie das Zeug zum Headliner haben.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass "Omega Alive" eine der wichtigsten Veröffentlichung im Symphonic-Metal-Bereich der letzten zehn Jahre ist. Ein derartiges Event, das mit solcher opulenten Ausstattung glänzen kann, gab es bisher noch nie. Viel mehr als ein Konzert, "Omega Alive" entführt den Zuhörer*in in eine phantasievolle Welt, die durch die künstlerischen Elemente noch verstärkt wird. Ein Meilenstein, der in Kombination mit den neuen EPICA-Songs einzigartig ist. Wer noch kein Weihnachtsgeschenk hat, darf hier bedenkenlos zuschlagen.

Text: Fabian Bernhardt

VÖ: 03.12.2021

Label: Nuclear Blast Records

Track-List:


CD1:

Alpha - Anteludium

Abyss Of Time – Countdown to Singularity

The Skeleton Key

Unchain Utopia

The Obsessive Devotion

In All Conscience

Victims Of Contingency

Kingdom Of Heaven, Part 1 – A New Age Dawns Part V

CD2:

1. Kingdom Of Heaven, Part 3 – The Antediluvian Universe

2. Rivers – A Capella

3. Once Upon A Nightmare

4. Freedom - The Wolves Within

5. Cry For The Moon - The Embrace That Smothers Part IV

6. Beyond The Matrix

7. Omega - Sovereign Of The Sun Spheres

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