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Review: SPIRAL SKIES - "Death is but a Door" (Album)



Lass Dich verzaubern



Mit "Death is but a Door" stellt die schwedische Rock-Kapelle SPIRAL SKIES ihr zweites Studioalbum nach ihrem 2019er Debüt "Blues for a Dying Planet" vor, welches sie erneut über das deutsche Label AOP Records veröffentlichen. Somit stellt auch das Label unter Beweis, dass sich nicht nur die hochkarätigen Black-Metal-Formationen unter ihrem Banner tummeln, sondern, dass sie auch in anderen Bereichen Vielversprechendes an den Mann (und natürlich auch die Frau) bringen wollen.


Schwarzmetallisch wird es bei der sympathischen Frontfrau Frida und ihren vier männlichen Mitstreitern keinesfalls. Vielmehr steht hier Classic Rock mit vielen Einflüssen an vorderster Stelle. Freunde von Occult Rock, Doom Rock, Rock der 70er und 80er Jahre, sowie des Psychedelic-, Desert- und Fuzz Rocks sollten hier auf jeden Fall ein Ohr riskieren, denn schon an dieser Stelle können wir sagen, dass keine Sekunde, die man diesem schwedischen Quintett schenkt vergeudet ist und dass man es hier wahrlich mit einer besonders talentierten und vielversprechenden Band zu tun hat, die leider bis zum heutigen Tag noch nicht die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie eigentlich verdient hätte.

Das Album startet mit dem gefühlvollen und zarten "Endless Sea", welches mit Fridas sanften Gesang loslegt und schon zu Beginn des Albums einen verführerischen Zauber auswirft. Nach wenigen Momenten wird der Sound energischer, die Drums härter und die Gitarren-Riffs vollführen einen wahrlich magischen Tanz. Es wird rockig, es wird psychedelisch und zugleich doomig und fuzzig. Dabei darf diese besondere düstere Note, die Spiral Skies stets mit sich bringen, natürlich nicht fehlen.


Weiter geht es direkt mit der ersten Vorab-Single "While the Devil is Asleep", einem Song, der die Band von ihrer besten Seite zeigt. Es wird magisch und okkult, der Song versprüht eine besonders nostalgische Note und wird Rocker-Herzen garantiert höher schlagen lassen, vor allem die, denen der 70er- und 80er-Jahre-Rock ans Herz gewachsen ist. Ich komm dabei auch nicht drum herum, dass ich in so manchen Momenten an Grace Slick von Jefferson Airplane denken muss, jedoch muss man an dieser Stelle betonen, dass Fridas Gesang in keinster Weise ein Abklatsch davon ist, sondern mehr als nur einzigartig und eigenständig und je länger man ihrem Gesang lauscht, umso tiefer wird man in den Sog hineingerissen...


Es folgt "Into the Night", einer der schnellsten Songs des Albums, der vor allem auch durch die perfekt inszenierten Gitarren-Riffs besticht. Weiter geht es mit der zweiten Vorab-Single "Somewhere in the Dark", zu welcher auch ein faszinierendes Video gedreht wurde, welches die Schweden auch visuell von ihrer besten Seite zeigt. Dabei werden auch traditionelle Themen des Landes miteingebracht und zum Beispiel eine „Midsommar-Stange“ zelebrierend verbrannt, was natürlich den spirituellen und okkulten Touch der Band noch einmal mehr unterstreicht. Der Song startet mit klaren und verführerischen Gitarren-Sounds, die schon nach wenigen Sekunden stark anwachsen und eine perfekte Symbiose mit den taktgebenden Drums und mit Fridas engelsgleicher Stimme bilden. Der Song besticht durch sehr energische und treibende Strophen, die jedes Mal Platz machen für einen besonders eingängigen und ohrwurmverdächtigen Refrain, der einem schon nach dem ersten Hören nicht mehr loslassen will.


Insgesamt erwarten den Zuhörer auf der Standard-Edition des Albums neun neue Lieder, die allesamt ein sauber durchdachtes Gesamtkonstrukt bilden, welches durch und durch stimmig ist. Fridas Clean-Gesang ist dabei für mich ein absolutes Highlight. Sie schafft es mit ihrer Energie und Leidenschaft Vergangenheit und Gegenwart zu verbinden.


Jefferson Airplane trifft auf Black Sabbath, Jess and the Ancient Ones und Jex Thoth und begrüßt dabei jede Menge neue und zugleich nostalgische Elemente, die aus Spiral Skies und ihrem zweiten Studioalbum eine absolut einzigartige und unvergessliche Reise machen. Wir wurden von den Schweden verzaubert und können uns ihrer Magie nicht mehr entziehen... Ein absolut gelungenes Album von einer Band, die es wirklich verdient hat, dass man sich etwas genauer mit ihr beschäftigt! Wow... !

Review: Manuela Ausserhofer


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Label: AOP Records

VÖ: 25.03.2022

Tracklist:

1. The Endless Sea

2. While the Devil Is Asleep

3. Into the Night

4. Somewhere in the Dark

5. Heart of Darkness

6. Nattmaran

7. Time

8. Mirage

9. Mirror of Illusion

10. Holy Roses (bonus track)*

11. While the Devil Is Asleep - Live Demo (bonus track)**

* Digipak & 7" bonus track only

** 7" bonus track only

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